Plötzlich
ist mein ältester Bruder Ernst am vergangenen Sonntag gestorben. Mitte 40. Beim Sport. Wir sind alle total geschockt und traurig. Nächste Woche wird die Beerdigung sein. Meine Gedanken gehen besonders zu meiner Mutter.
ist mein ältester Bruder Ernst am vergangenen Sonntag gestorben. Mitte 40. Beim Sport. Wir sind alle total geschockt und traurig. Nächste Woche wird die Beerdigung sein. Meine Gedanken gehen besonders zu meiner Mutter.
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Martin Schaefer
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5. und 6. Mai, zwei gute Konzerte im Bahnhof Lichtenberg mit vielen begabten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Vielen Dank! Es tut gut, aus der Gemeinde rauszugehen und Gesicht zu zeigen. Menschen haben uns kennen gelernt, Kontakte sind entstanden.
Dazwischen - so denke ich - ein wirklich guter Gottesdienst. Der Geist Gottes hat gewirkt. Menschen haben Vergebung erfahren, Gott hat Neuanfänge geschenkt.
Am Dienstag haben wir dann Fördergelder für unser Straßenfest bekommen. Danke auch an das Forum Weitlingkiez. Außerdem gibt es Hoffnung, unser Bahnhofsprojekt "Teenie- und Jugendcafe" doch noch finanziert zu bekommen. So fängt die neue Woche ja gut an.
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Martin Schaefer
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Am vergangenen Sonntag hat unsere Gemeinde mit übergroßer Mehrheit entschieden, das Nachbargrundstück zu kaufen. Und zwar jetzt. Dabei steht die Finanzierung noch nicht ganz fest. Aber wir hoffen, glauben und beten, dass Gott diesen Glaubensschritt segnen wird. Als Gemeinde müssen wir aber auch weiter arbeiten. Was soll dort geschehen, wie wollen wir die nächsten Schritte geistlich und finanziell begleiten und fördern? Welchen Weg hat Gott mit uns noch vor? Zusammenarbeit mit der Arche? Mehrgenerationenhaus bzw. altergerechtes Wohnen? Räume für Gemeinde und Kiez? Jetzt heißt es aber auch erst einmal, Gott die Ehre zu geben. Er ist so gut zu uns und segnet uns. Wir haben schon viel mit ihm erlebt, erwarten aber auch noch ganz viel von ihm. Wir dienen einem großen Gott und wollen deshalb auch große Träume leben.
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Martin Schaefer
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Es ist doch immer noch am Schönsten, wenn man die Bayern in deren Stadion schlägt....
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Martin Schaefer
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Was kann man nun wirklich erkennen? In den letzten hundert Jahren und speziell in den letzten 20 hat sich die Welt auf dramatische Art und Weise verändert. Tut sie dies nicht immer? Ja, schon. Aber eine Häufung an dramatischen, neuen und nicht mehr zu verändernden Umständen macht mir bewusst, dass etwas Neues angefangen hat. Nennen wir es doch ruhig eine neue Epoche: Postmoderne – auch wenn manche da schon abkotzen möchten. Doch Post- bedeutet nicht Anti- oder das Ende der Modernen. Die Übergänge sind fließend und aufeinander aufbauend. Ich will mal unvollständig aufzählen:
· Politisch: nach 1./2. Weltkrieg, Kalter Krieg und 68er -> Fall der Mauer, Wegfall der Blöcke und Feindbilder, Terrorismus. Schuldenfalle, Sozialabbau, „Weltinnenpolitik“, Millenniumsziele der UN.
· Wirtschaftlich: Globalisierung, Mobilität, Dauerarbeitslosigkeit, Wegfall ganzer Berufsgruppen, Grenzen der Wissenschaft und Forschung, Internet.
· Soziologisch: Demographischer Wandel, Multikulti (alle Völker sind überall anzutreffen), Wegfall sozialer Bindungen, Völkerwanderungen (noch nie haben so viele Menschen ihren Wohnort/ihr Land gewechselt), „der gläserne Mensch“ (Datenschutz?), Wegfall von Autoritäten und Obrigkeit, Subjektivität und Relativismus lösen Vernunft und Objektivität ab.
· Religiös: Fundamentalismus/Fanatismus, Synkretismus/Esoterik, Religionswechsel (noch nie haben so viele Menschen ihre Religion gewechselt), „Ende“ der Metaerzählungen, dennoch steigende Suche nach Spiritualität.
· Ökologisch: Klimawandel, Ende der fossilen Rohstoffe in Sicht, Suche nach erneuerbaren Energien.
· Kulturell: Alles ist möglich, nichts gibt es nicht. Pluralismus, Mediengesellschaft.
Ulrich Giesekus hat einmal gesagt, dass Verdun, Auschwitz, Hiroshima, Gulag, Vietnam und Tschernobyl die Moderne begraben haben.
Die Frage lautet daher: Wie lebt man denn nun heute? Denn keiner kann darüber mehr verbindlich Auskunft geben. Ratlosigkeit macht sich breit. Viele Menschen haben bereits Zeichen der Zeit erkannt; doch gerade die Kirchen tun sich sehr schwer, auf diese neuen Rahmenbedingungen angemessen zu reagieren. Deshalb gibt es auch ganz viele neue Initiativen, Projekte und Workshops, die darauf reagieren wollen: a) zurück zur Moderne, b) Postmoderne gestalten, c) Postmoderne verteufeln, d) Global denken – lokal handeln.
Geistliche Meteorologen sollen wir sein, sagt Jesus. Da wir das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen können – im Gegenteil, es wird ja kräftig weitergedreht – müssen und dürfen wir die Chancen für das Evangelium von Jesus Christus klar benennen und leben! Vielleicht sind die Chancen sogar so gut, wie seit Jahrhunderten, wie seit Luther nicht mehr. Denn nur wenn der Mensch auf der Suche ist, findet er auch was (gut, etwas pauschal). Aber am Ende des Staatskirchentums (hier betätige ich mich mal prophetisch…), am Ende vieler zwielichtiger Autoritäten und Ordnungen gibt es in der Tat eine neue Sehnsucht nach ganzheitlicher, kraftvoller Spiritualität. Jesus sagt: „Heute hat sich dieses Wort vor euren Ohren erfüllt“ (Lukas 4, 21). Wir dürfen damit rechnen, dass Gott heute sein Reich bauen will, nicht erst morgen oder in der Post-Postmoderne.
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Martin Schaefer
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Will nur schnell auf die Literaturliste in meinem Profil hinweisen. Diese wird natürlich noch aktualisiert. Außerdem habe ich neue Links und Tipps zu aktuellen Themen und Texten reingestellt. Ja, sogar ich habe etwas vom Sozi Wowereit gelesen...
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Martin Schaefer
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Wenn man über Gemeindeaufbau und die Wiederherstellung der Gemeinde nachdenkt, dann kann dies in geistlicher Fummelei enden. Wie schnell redet man, rede ich stundelang über das, wie Gemeinde sein müsste, was Gemeinde sein könnte, was jeder einzelne machen sollte...
Die Micha-Initiative begeistert mich, weil sie das Denken mit dem konkreten Handeln verbinden möchte und besonders auch die im Blick hat, die an den wirklich wichtigen Hebeln sitzen. Eigentlich ist ja auch alles klar, aber wir haben oft nicht die Kraft und den Mut, einfach nur das zu tun, was dran ist. "Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was Gott von dir fordert!" (Micha 6, 8). Wir wissen schon ganz viel, und kommen doch nicht aus dem gemeindeinternen Diskussionsdrama raus.
- Wir müssen wieder ganz neu zurück zu dem, was Jesus gesagt und vorgelebt hat - auch in seiner einzigartigen Radikalität. Oder kann man so nicht Christsein leben, wie unser Herr es vorgelebt hat?
- Wir müssen wieder ganz eng an den Menschen sein, die mit uns unterwegs sind - gar nicht mal die Christen, sondern unsere Mitmenschen allgemein. Oder machen wir uns damit die Hände schmutzig, wie es aber doch unser Herr auch getan hat?
- Wir müssen Buße tun, weil wir oft doch nur eng an uns selbst, den Geschwistern, den Traditionen der Gemeinde und unseren oft mangelhaften Vorstellungen von Gott und seiner neuen Welt waren. Oder (ge-)horchen wir dem prophetischen Dienst, der den Gemeindekult durchbrechen möchte und einen neuen Horizont aufreißt?
Micha 6, 8 - morgen geht es in der Bibelstunde weiter. Jetzt geht es erst einmal nach Fredersdorf, Grundkurs Mission.
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Martin Schaefer
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