Dienstag, 11. September 2007

Nummer 3: Offenheit

Wir wollen unser Gemeindeleben so gestalten, dass sich Gäste und auch Kirchendistanzierte bei uns wohl fühlen. Die Art und Weise wie wir das Evangelium präsentieren, muss daher zeitgemäß, verständlich, offen und ansprechend sein. Wir sind keine geschlossene Gesellschaft; hier ist jeder herzlich willkommen. Wir begegnen unseren Mitmenschen ohne Bedingungen, vorurteilsfrei und mit einer offenen Haltung.
Offenheit bedeutet für uns aber auch, sich dem Wirken Gottes zu öffnen, der immer für eine Überraschung gut ist und in uns Mut und Willen zur Veränderung entfalten möchte.

Bibelstellen: Mt 18, 14, Lk 5, 27-32; 14, 23; 15; 19, 10; Joh 8, 10+11; Apg 10; 16, 6+7; 17, 16-34; Gal 2, 11-21; Hebr 13, 2.

Dienstag, 4. September 2007

Nummer 2: Glaubwürdigkeit

Wir wollen unseren Glauben authentisch, transparent, glaubwürdig, lebensnah und alltagstauglich leben. Dies bedeutet, auch das zu tun und umzusetzen, was wir bekennen und sagen, aber auch Versäumnisse, Fehler und Zweifel offen anzusprechen. Wir versuchen, uns selbst und anderen nichts vorzumachen und wollen daher auf Doppelmoral und Heuchelei verzichten.
Zur Glaubwürdigkeit gehört für uns auch, sich ernsthaft mit den Nöten und Sorgen unserer Welt und der direkten Umgebung zu beschäftigen. Für das Leben unserer Mitmenschen wollen wir deshalb ein kulturell und sozial relevantes Gegenüber sein.

Bibelstellen: Jer 29, 7; Mt 5, 13-16; 22, 37-40; 25, 31ff; Lk 10, 25-37; 11, 42; Röm 12, 1; 1. Kor 9, 19-23; Gal 5, 25; Eph 4, 15; 1. Joh 3, 18; Jak 1, 23-27.

Freitag, 31. August 2007

Emerging Church


Wie ich ja bereits geschrieben habe, beschäftige ich mich schon längere Zeit mit den Themen und Ideen der Emerging Church. Nun gibt es endlich auch ein Forum in Deutschland. Hier der Link mit dem "Selbstverständnis": http://emergent-deutschland.de/vernetzen/verstehen/

Werte der Gemeinde - Nummer 1: Vielfalt

Der letzte Gemeindevormittag war eine Chance, über Leitgedanken der Gemeindearbeit nachzudenken (siehe 2. Juni 2007, Gemeindeprozess Teil 2). Die 13 Punkte waren viel Stoff, zu viel für einen halben Vormittag. Wahrscheinlich im November wird es einen Gemeindeabend geben, dann drehen wir eine weitere Runde. Ist das nötig? Ich denke JA. Wir brauchen Maßstäbe für unser Handeln; die Art und Weise, wie wir Gemeindeleben gestalten wollen, sollte nicht beliebig sein und auch nicht dauerhafter Streitpunkt. Aufgrund der Rückmeldungen aus der Gemeinde habe ich versucht, die 13 Punkte in sechs große Blöcke zu "pressen": Vielfalt, Glaubwürdigkeit, Offenheit, Begeisterung, Herzlichkeit, Sorgfalt. Diese sechs Blöcke sind Vorschläge zur Diskussion, für Kritik, Anmerkungen und eigene Ideen. Die Reihenfolge ist beliebig.

Vielfalt: Wir wollen eine bunte Gemeinde mit unterschiedlichen Menschen, allen Generationen und vielfältigen Begabungen sein. Wir wissen, dass jeder Mensch ein Original Gottes ist und Gott unterschiedlich mit jedem Menschen umgeht. Bei der Gestaltung unseres Gemeindelebens setzen wir daher auf gesunde Ausgewogenheit und nehmen vielgestaltige Erwartungen und Vorstellungen wahr. Wir suchen keine Uniformität der Meinungen und der spirituellen Ausdrucksformen, sondern wollen einander respektieren, fördern, ermutigen und wertschätzen.

Bibelstellen: Apg 6, 1-7; Röm 12, 3-8; 14, 1-6; 1. Kor 3, 5-11; 12, 4-7.12-31; Eph 4, 11-16; 6, 1-4; Kol 3, 16+17.20+21; 1. Petr 4, 10.

Mittwoch, 29. August 2007

Ende Sommerpause

Nun geht es wieder richtig los, die Sommerpause ist vorbei, die Abendtermine werden zunehmen - ich werde wieder bloggen...
Aktuelle Termine teile ich wieder im Kasten rechts mit. Es ist schon bemerkenswert, wie viel Kraft wir Gemeinden in Termine, Programme und Veranstaltungen stecken. Ich hoffe sehr, dass Gott dies alles nutzt, um Gemeindebau zu ermöglichen:
Gemeindeabend mit Bernd Siggelkow, Taufe, Glaubenskurs, Arbeit an unserer Gemeindeordnung, gute Gespräche in ethischen Fragen (Alkohol, Segnungsgottesdienste für Unverheiratete, Taufe ohne Mitgliedschaft, Mitgliedschaft ohne Taufe), Nutzung des Nachbargrundstücks, "Unser Weg in die Zukunft" (missionrische Ausrichtung/Vision der Gemeinde), und bei allem "Einheit in Vielfalt bewahren"! Es steht also wirklich ne Menge an...

Freitag, 13. Juli 2007

Sommerzeit

Endlich. Endlich mal nicht von der Hand in den Mund leben. Endlich Hape Kerkeling lesen. Endlich mal ein paar Besuche machen. Endlich viel mehr Zeit für die Familie. Endlich Zeit für die nächsten wichtigen Gemeindeschritte. Endlich Zeit zu hören, zu beten, zu träumen, wohin es gehen soll...

Mittwoch, 4. Juli 2007

Hirschluch und unsere Zukunft

Das war ein gutes Wochenende in Hirschluch - und auch ein nötiger, gesegneter Abschluss vor der Sommerpause.
Über die zukünftige Ausrichtung der Gemeindearbeit haben wir in zwei Predigtreihen, in Bibelstunden, Gemeindeabenden und Mitarbeiterkreisen sowie im Zuge der neuen Leitungsordnung bereits 2005 und 2006 viel gesprochen und gearbeitet. 2007 haben wir in unseren Gottesdiensten, Bibelstunden, Sitzungen und vielen Gesprächen daran angeknüpft. Der Gemeindetag am 11. März 2007 war die Chance, aufgrund vieler unterschiedlicher Texte der Bibel neu ins Staunen aber auch Arbeiten zu kommen, wenn wir uns mit dem Auftrag Gottes an jeden persönlich und an seine Gemeinde beschäftigen. Am 3. Juni 2007 stellten wir dann Leitbilder in die Mitte unserer Überlegungen (siehe Gemeindeprozess Teil 2). Dies war wichtig und anspruchsvoll, aber durch die Menge doch zu viel. Hirschluch konnte dann uns Räume eröffnen, völlig unbefangen über mögliche zukünftige Projekte der Gemeindeentwicklung nachzudenken. Die konstruktive Atmosphäre und das Bemühen und Wollen aller Generationen, weiter zu machen, Veränderungen zu wagen und eben nicht stehen zu bleiben, war wirklich toll.
Die Sommerpause wird uns allen gut tun; wir kommen ein wenig zur Ruhe und hoffentlich auch Besinnung und starten dann in die zweite Jahreshälfte mit neuer Kraft. Der Zukunftsprozess ist damit nicht beendet; er geht in eine neue, konstruktive Phase...